Wohin verschwindet meine Zeit? – Mit einem Zeittagebuch kommst du Zeitfressern ganz leicht auf die Spur

von | 13. April 2022 | Zeitmanagement | 0 Kommentare

Bild von einem Mann, der fassungslos eine Uhr in der Hand hält mit dem Text „Wohin verschwindet meine Zeit? Mit einem Zeittagebuch kommst zu Zeitfressern ganz leicht auf die Spur“

Vielleicht kennst du das ja auch: Du werkelst den ganzen Tag vor dich hin, bist dabei total beschäftigt und ständig aktiv – und ehe du dich’s versiehst, ist der Tag rum, aber du hast gefühlt gar nichts geschafft. Erschrocken fragst du dich, wohin die ganze Zeit bloß verschwunden ist.

Zeit verschwindet nicht

Genau genommen verschwindet die Zeit natürlich nicht, sondern sie vergeht. Dummerweise vergeht sie immer gleich schnell, unabhängig davon, was du mit ihr anstellst.

Ob du mega produktiv und konzentriert an einem wichtigen Projekt arbeitest, ziellos auf Social Media rumsurfst oder den Schlaf der Gerechten schläfst – die Zeit vergeht. Unaufhaltsam. Daran kannst du einfach nichts ändern.

Was du aber ändern kannst, sind die Dinge, mit denen du deine Zeit verbringst. Und du kannst den sogenannten Zeitfressern – die eigentlich „Zeitfüller“ heißen sollten – auf den Grund gehen.

Zeitfressern auf die Spur kommen

Wenn du herausfinden möchtest, was du mit deiner Zeit anfängst und wo deine größten Zeitfresser liegen, habe ich einen ganz einfachen Tipp für dich:

Schreib doch mal einen Tag lang – oder auch ein paar Tage am Stück – genau auf, womit du deine Zeit verbringst. Führe ein sogenanntes Zeittagebuch oder Zeitprotokoll.

Wenn du möchtest, kannst du dazu diese Vorlage zum Ausdrucken verwenden. Wenn du dein Zeittagebuch lieber digital erstellst, kannst du deine Tätigkeiten auch in einer Tabellenkalkulation wie Excel erfassen.

Je mühsamer dir das Aufschreiben erscheint, desto mehr Dinge erledigst du an so einem vermeintlich unproduktiven Tag. Nur nimmst du diese Dinge meistens gar nicht bewusst wahr, und deswegen weißt du am Ende des Tages auch nicht, was du alles getan hast.

Wenn du das Experiment mit dem Zeittagebuch oder Zeitprotokoll wirklich mal konsequent einen Tag oder sogar mehrere Tage lang durchziehst, wirst du erstaunt sein, was und wie viel du eigentlich an so einem Tag schaffst.

Dir wird aber vermutlich auch auffallen, dass viele Dinge, die du getan hast, nicht auf deiner To-do-Liste standen. Darum war dir erstens nicht bewusst, dass du sie überhaupt tun musst, und zweitens konntest du sie nicht von einer Liste streichen und siehst damit auch gar nicht so deutlich, dass du sie erledigt hast.

Achtsamer Umgang mit deiner Zeit

So ein Zeittagebuch hilft dir aber nicht nur dabei, zu erkennen, was du alles tust. Es bildet auch die Grundlage dafür, deinen Umgang mit deiner Zeit zu überdenken.

Das Zeittagebuch macht dir nämlich bewusst, wie viel Zeit du womit verbringst, und hilft dir dabei, deine Prioritäten zu überprüfen und anders zu verteilen, mit deiner Zeit bewusster und achtsamer umzugehen.

Bei allen Aktivitäten, die du in deinem Zeitprotokoll notiert hast, kannst du dich zum Beispiel fragen

  • ob sie notwendig waren,
  • ob du deine Zeit mit ihnen sinnvoll verbracht hast,
  • ob dich die jeweilige Aktivität bei deinen Vorhaben und Zielen vorangebracht hat und
  • ob dir die Aktivität gutgetan, dich glücklich gemacht hat.

Wenn du dir das beantwortet hast, fällt es dir viel leichter, bewusst zu entscheiden, mit welchen Aktivitäten du deine Zeit künftig verbringen möchtest.

Manches wirst du natürlich nicht einfach streichen können, weil es eben getan werden muss, aber vielleicht kannst du die Zeit, die du damit verbringst, zumindest reduzieren? Und andererseits kannst du vielleicht den Dingen, die dir guttun und dich glücklich machen, künftig mehr Zeit einräumen.

Das Zeittagebuch als Grundlage für deine Zeitplanung

All diese Erkenntnisse aus deinem Zeittagebuch kannst du in deine Zeitplanung einfließen lassen und somit bewusster entscheiden und aktiv planen, was du mit deiner Zeit anfängst.

Und ganz nebenbei lernst du durch dein Zeittagebuch auch, den Zeitbedarf bestimmter Tätigkeiten besser einzuschätzen. Das wiederum ist die ideale Grundlage für eine gute Zeitplanung.

Falls Zeitplanung für dich ein rotes Tuch ist, schau mal in meinen nächsten Blogbeitrag rein. Da gehe ich auf einige typische Argumente gegen Zeitplanung ein und erzähle dir, warum Zeitplanung für mich eine richtig tolle Sache ist.


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Praxistipp: Zeitfresser am Computer aufspüren

Wenn du viel Zeit am Computer verbringst, verstecken sich deine Zeitfresser vielleicht gar nicht in konkreten Tätigkeiten, sondern lauern direkt in deinem Computer auf dich.

Hier mal schnell eine Mail beantworten, da kurz was auf Google nachschlagen, schnell einen spannenden Artikel in der Süddeutschen lesen. Danach mal eben die Zugverbindung für den Ausflug am kommenden Wochenende checken, dann was für dein aktuelles Projekt recherchieren und dazu noch ein passendes Foto auf deiner Festplatte raussuchen …

Deine Bewegungen im Netz und deine Sprünge zwischen verschiedenen Programmen am Computer kannst du kaum „per Hand“ notieren und nachverfolgen. Dazu habe ich aber eine ganz einfache und wirklich bequeme Lösung für dich, bei der diese Erfassung ganz automatisch geht:

Das Zeiterfassungstool timeBro* protokolliert vollautomatisch alles, was du an deinem Computer machst. Es zeichnet auf, welche Programme du wie lang nutzt, und notiert dabei jedes aktive Fenster in einer chronologischen Liste – ganz gleich ob Datei, E-Mail oder Browsertab. Das Beste daran: Du kannst timeBro 14 Tage kostenlos testen. Für einen aufschlussreichen Einblick, was du so alles am Computer machst, reicht das locker aus.

* Affiliate-Link: Wenn du auf diesen Link klickst und dich für eine Buchung entscheidest, wird Einfach umsetzen! an deinem Kauf beteiligt und ich bedanke mich ganz herzlich. Dir entstehen dadurch keine weiteren Kosten.

Und was sagt dir dein Zeittagebuch?

Ganz egal, wie du dein Zeittagebuch erstellst – auf Papier, digital oder vollautomatisch mit einer Software – es wird dir spannende Einblicke geben, wie und womit du deine Zeit verbringst.

Vielleicht möchtest du mir von deinen Erkenntnissen und Erfahrungen berichten? Dann hinterlasse mir doch gern einen Kommentar!

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