Einfach durchziehen – wie du bei einem Selbstlernkurs erfolgreich dranbleibst

von | 14. Januar 2022 | Hilfe beim Umsetzen | 0 Kommentare

Vielleicht kennst du das ja auch: Du hast dir einen Selbstlernkurs (zum Beispiel einen Onlinekurs) gekauft zu einem Thema, das für dich und dein Business wirklich relevant ist. Das dich interessiert und das du unbedingt angehen möchtest. Vielleicht hast du auch gleich ganz begeistert das Einführungskapitel gelesen bzw. dir das Einführungsvideo angesehen und eventuell sogar mit den ersten Lektionen begonnen.

Aber dann bist du irgendwo stecken geblieben und hast die Motivation verloren. Und jetzt dümpelt dieser Selbstlernkurs seit Wochen oder gar Monaten vor sich hin und macht dir ein schlechtes Gewissen, weil du damit immer noch nicht vorankommen bist.

Fühlst du dich ertappt? Ich mich ehrlich gesagt schon. 🙈

Ich habe vor Kurzem eine Liste erstellt von Onlinekursen, die ich im Laufe der letzten Jahre einzeln oder im Rahmen größerer Bundles gekauft habe. Ich wusste schon vorher, dass es eine längere Liste werden würde, aber die Gesamtzahl hat mich dann doch etwas überrascht.

Wie viele dieser Kurse ich auch tatsächlich durchgearbeitet habe? Leider nur sehr wenige.

Wirklich erfolgreich absolviert habe ich meist nur Onlineprogramme, die in einem festen Zeitraum und in einer Gruppe durchgeführt wurden. Da gab es einen vorgegebenen Zeitplan, fixe Termine, die ich einhalten musste, den Austausch mit anderen Teilnehmer*innen – all das hat mich getragen, mich dranbleiben und den Kurs erfolgreich abschließen lassen.

Was aber kannst du tun, wenn es das gewünschte Thema nur als Selbstlernkurs gibt? Oder wenn du dir das Gruppenprogramm nicht leisten kannst? Wie kannst du auch bei einem Selbstlernkurs dranbleiben und ihn erfolgreich umsetzen? Dazu habe ich dir hier einige Tipps zusammengestellt.

Tipp 1: Erstelle dir einen festen Zeitplan

Eine gute Methode, um ein größeres Projekt erfolgreich umzusetzen, ist es, sich das Ganze in kleinere Häppchen aufzuteilen. Bei einem (Online-)Kurs ist diese Aufteilung meist schon inklusive, weil ein Kurs in einzelne Lektionen, Kapitel oder Module unterteilt ist.

Damit du dann aber auch wirklich dranbleibst beim Durcharbeiten, empfiehlt es sich, dir einen festen Zeitplan zu erstellen, bis wann welches Kapitel oder Modul bearbeitet sein soll.

Sei realistisch

Wichtig ist dabei, dass du dir nicht zu viel vornimmst, sondern den Zeitplan realistisch gestaltest. Wenn du jeden Tag eine Stunde oder mehr investieren kannst – prima! Dann hast du den Kurs bestimmt bald durchgearbeitet. Wenn das aber parallel zu deinen anderen Aufgaben sowieso nicht klappen kann, brauchst du es auch gar nicht zu versuchen. Damit wären Frustration und Enttäuschung vorprogrammiert. Nimm dir in dem Fall einfach weniger vor, sodass du dein Pensum gut schaffen kannst. Denn auch mit 15 Minuten pro Tag oder einer Stunde pro Woche kommst du Schritt für Schritt voran. Und das wiederum motiviert dich, weiter dranzubleiben.

Setze dir konkrete und regelmäßige Termine

Achte beim Erstellen deines Zeitplans darauf, dass du dir konkrete und wenn möglich auch regelmäßige Termine setzt. So kommst du in eine gewisse Routine und gewöhnst dich daran, dass zum Beispiel immer am Montagabend oder immer nach der Mittagspause das Thema des Kurses auf dem Plan steht.

Vielleicht hast du es mit diesem Tipp aber bereits versucht und deinen festgelegten Zeitplan einfach nicht eingehalten? Dann brauchst du zusätzliche Unterstützung.

Tipp 2: Such dir Mitstreiter*innen

Vielleicht ergeht es dir ja wie mir, dass du in Gruppenprogrammen gut zurecht- und vorankommst, nur das Selbstlernen nicht so richtig klappen mag. Dann wäre die einfachste Lösung, dir eine Gruppe zu suchen, in der du den Selbstlernkurs durcharbeiten kannst.

„Einfachste Lösung?!“, denkst du jetzt vielleicht entsetzt. „Wo findet man denn ‚einfach‘ eine Gruppe zu einem Kurs ohne Gruppenprogramm?“

Facebook-Gruppe zum Kurs

Schau mal, ob es zu deinem Selbstlernkurs vielleicht eine begleitende Facebook-Gruppe gibt. Wenn ja, frag dort doch einfach mal in die Runde, ob jemand mit dir zusammen den Kurs durcharbeiten möchte. Zu zweit könnt ihr feste Termine vereinbaren, euch gegenseitig unterstützen, wenn ihr an bestimmten Stellen nicht weiterkommt, und euch so einen eigenen Zeitrahmen zum Durcharbeiten des Kurses abstecken. Vielleicht findet sich sogar eine richtige „Lerngruppe“ zusammen, das gibt noch mehr Energie und Schwung beim Umsetzen.

Facebook-Gruppe des Anbieters

Wenn es keine Facebook-Gruppe speziell zu deinem Kurs gibt, dann vielleicht zumindest eine Gruppe, die von der Person betrieben wird, die den Kurs anbietet. Dort könntest du ebenfalls in die Runde fragen, ob jemand denselben Kurs erworben hat und mit dir zusammen bearbeiten möchte.

Andere Gruppen oder Netzwerke

Vielleicht bist du auch in anderen Business-Netzwerken oder -Gruppen, in denen du nach Mitstreiter*innen suchen könntest.

Aber Achtung: Überprüfe bitte zuerst, ob solche Fragen im jeweiligen Netzwerk oder der jeweiligen Gruppe überhaupt erwünscht sind. Über einen bestimmten Kurs zu sprechen kann als Werbung für diesen Kurs verstanden werden und deswegen verboten sein. Außerdem darfst du nicht in der von einer bestimmten Person betriebenen Gruppe nach Leuten suchen, mit denen du den Kurs eines möglichen Konkurrenzanbieters durcharbeiten willst. Das wäre nicht nur unfair, sondern könnte sogar zu deinem Ausschluss aus der Gruppe oder dem Netzwerk führen.

Wenn du über Gruppen oder Netzwerke keine Mitstreiter*innen findest, hilft dir vielleicht der nächste Tipp weiter.

Tipp 3: Hol dir „Druck“ von außen

Wenn du allein den von dir festgelegten Zeitplan nicht einhältst, aber auch keine Mitstreiter*innen findest, die den Kurs mit dir zusammen durcharbeiten, kannst du für etwas mehr Verbindlichkeit sorgen, indem du jemandem von deinem Vorhaben erzählst und dich so auf deinen Zeitplan „verpflichtest“.

Unterstützung aus deinem Netzwerk

Diese Person kann zum Beispiel eine Kollegin oder ein Kollege sein, die/der dann immer mal wieder nachfragt, wie es dir mit dem Kurs ergeht. Oder jemand aus deinem Netzwerk, einer Mastermind-Gruppe oder Ähnlichem. Auch ein Familienmitglied kommt infrage, oft birgt es aber Konfliktpotenzial, wenn jemand aus der Familie „Druck“ auf dich ausübt – selbst wenn du das eigentlich so möchtest.

Unterstützung in der Einfach umsetzen! Community

Falls es dir unangenehm ist, jemanden in deinem direkten Umfeld zum „Drill Sergeant“ zu machen, und du auch keine Business- oder Mastermind-Gruppe hast, in der jemand diese Aufgabe übernehmen könnte, dann wäre vielleicht meine Einfach umsetzen! Community eine gute Möglichkeit für dich. Sie ist nicht speziell zum Durcharbeiten eines (Online-)Kurses gedacht, aber sie unterstützt die Mitglieder dabei, mit den To-dos für ihr eigenes Business besser voranzukommen. Und solch ein To-do kann natürlich auch ein Kurs sein, der für dein Business inhaltlich relevant ist.

Alle Infos zur Einfach umsetzen Community! findest du hier auf der Website.

Ich hoffe, ich konnte dir einige nützliche Tipps geben, wie du mit deinem Selbstlernkurs besser vorankommst. Wenn du noch Fragen hast, stell sie mir gern in den Kommentaren. Vielleicht möchtest du mir auch von deinen Erfahrungen beim Dranbleiben in Selbstlernkursen berichten? Ich würde mich freuen!

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